Stilvorbilder
Alles begann mit Sailor Moon. Bodenlange blonde Zöpfchen und ein blaues Anime-Röckchen – im Kindergarten ein absolutes Wannabe-Must-Have. Ganz ehrlich: Ich hätte im zarten Alter von fünf Jahren meiner Lieblings-Barbie eigenhändig den Kopf abgerissen, wenn man mir im Gegenzug den Look von Bunny Tsukino verpasst hätte. Kampf-Kostüm mit Schleifchen und Diadem inklusive. Auf den Flug des Mondsteins wartete ich damals leider vergeblich, dafür brachten die Manga-Mädels aber das Ding mit dem Style-Interesse so langsam ins Rollen.
Nach einem kleinen Abstecher in Richtung Girlpower (eigentlich fand ich Baby Spice gut, musste den Stil-Platz aber aufgrund massiven Gruppendrucks, den so nur kleine Erstklässlerinnen ausüben können, für die einzige Blondine räumen) folgte das Unvermeidliche: Britney Spears, damals noch jung, unschuldig und hundert Prozent psychosenfrei, heulte sich mit “Baby One More Time” in unsere noch-nicht-mal-Teenie-mäßigen Vorstellungen von stylishen Klamotten. Welch optisches Leid unsere Lehrer (Zöpfchen! Röckchen! Söckchen! Puschel-Haarbänder!) ertragen mussten, kann man an dieser Stelle wohl nur zu gut erahnen.
Ein paar Jährchen später prallte wie bei jedem ordentlichen Pubertätsmonster der “Ich will Teil einer Jugendbewegung sein”-Instinkt mit dem “Irgendwie bin ich zur falschen Zeit geboren”-Gefühl aufeinander und kreirten an mir einen unsäglichen Stil-Shake aus Courtney Love und Amy Winehouse, obwohl die ja damals noch keiner kannte, aber macht nichts – ich erspare euch den Bild-Beweis sowieso lieber. Es war augenkrebserregend.
Pixie Lott (“Mama Do”) verkörpert ihre Stilvorbilder da schon bedeutend besser: Sie hat sich von Akin Konizi, seines Zeichens “UK Hairdresser Of The Year”, in ihre drei liebsten Fashion-Ikonen verwandeln und anschließend von Tony Ward ablichten lassen.

Als Brigitte Bardot kann sich das gerade mal neunzehnjährige Charts-Sternchen echt sehen lassen, oder?

Farrah Fawcett war in den Siebzigern Charlies heißester Engel, hat in der folgenden Pose wohl reihenweise Teeniezimmer-Wände geziert und dass Pixie im selben Outfit in Form eines Posters ebenfalls Jungs kurz vorm Einschlafen glücklich macht, kann man sich gut vorstellen. Twiggy, das Gesicht der Swinging Sixties und aktuell Jurorin bei “America’s Next Top Model”, kann dagegen leider niemand so schnell toppen.


[ Bilder via dailymail.co.uk ]


















































