Tussi-Technik

Meinem aktuellen Handy (Vernunftkauf, was sonst?) sieht man es zwar nicht an, doch auch ich muss gestehen: Der WAF funktioniert. Kennt ihr nicht? Hm. Ladies, die im Elektrohandel eures Vertrauens beim Anblick eines winzigen blütenbesetzten mp3-Players in Zartrosa auf einmal in penetrantes Uuuuhen verfallen, sind euch dagegen ein Begriff?
Dann seid ihr schon mal auf der richtigen Fährte. Denn hinter der Abkürzung verbirgt sich nichts anderes als eine ominöse Wortschöpfung namens “Women-Acceptance-Faktor” – sozusagen die Bezeichnung der Firmenstrategen für jegliche Art von Technik mit dem gewissen Etwas, das Frauen ansprechen soll und sich meistens in Glitzersteinchen, Blümchen-Druck und pinkem Anstrich äußert. Klingt simpel – und zu meinem Leidwesen muss ich an dieser Stelle nochmal unterstreichen: Bei mir hat diese Strategie schon irgendwie Erfolg.
Wird ein Netbook als “die digitale Clutch” bezeichnet, ziehen Arbeitsspeicher und Preis-Leistungs-Verhältnis gegen rote Tasten erstmal den Kürzeren. Winzige, in zartem lila gehaltene USB-Sticks an einem Seidenschleifchen? Pinke Kopfhörer? Ich bin dabei. Zumindest imaginär. Mein bescheidener Studenten-Kontostand und tausende abschreckende Peter-Zwegat-Folgen halten mich im Moment glücklicherweise noch davon ab, horrende Beträge in frauenansprechend verpackte Technik zu investieren.
Design vs. Funktionalität
Die gerne auch mal von Apple geprägte “Wenn das Design stimmt, ist die Funktionalität zweitrangig”-Mentalität hat mich deshalb also noch nicht ganz gepackt. Trotzdem bleibe ich in Sachen Tussi-Technik natürlich auf dem Laufenden (der nächste Lottogewinn könnte schließlich schon morgen kommen =) und versorge ich euch bis dahin gerne selbstlos mit dem ein oder anderen Tipp. Wenn ihr in Zukunft handytechnisch etwas stylisher als ich ausgestattet sein wollt, ohne unnötig Kohle für aufgepappten Glitzerkram zu investieren, könntet ihr zum Beispiel auf das Miss Sixty Mobile MSX10 zurückgreifen.
Das gute Stück erblickte auf dem Mobile World Congress im Februar erstmals das Licht der Öffentlichkeit und zeigt, dass Modeunternehmen gerne öfter mal mit Handyherstellern zusammenarbeiten könnten. Neben einer schnieken Außenhülle hat sein Innenleben alles zu bieten, was ein Smartphone so können muss (Details findet ihr hier) – für ganze 99 Euro Kaufpreis definitiv nicht das schlechteste Angebot im Meer der Mädchenhandys.

Na, angefixt? Dann dürft ihr euch den Mai im Kalender gerne pink anstreichen – ab diesem Zeitpunkt ist das Miss Sixty-Handy nämlich exklusiv zu haben.






















































