Balmain für Arme (aber sexy!)
“Ist eine 2000-Euro-Jeans unmoralisch oder schlicht ein Must Have?”, fragte eine große deutsche Modezeitschrift, als die Balmain-Welle 2009 zum ersten Mal in das Mainstream-Bewusstsein von good old Germany schwappte – und sorry, aber ich musste erstmal lachen. Einen vierstelligen Betrag für durchlöcherte Klamotten auszugeben, nur weil das Label mit B anfängt und Almain wieder aufhört, war (und ist) in etwa so weit weg von mir wie das Anwesen von Lady GaGa. Mindestens.
Die Preispolitik von Designerklamotten hat wohl ihre Gründe. Doch Handwerkstradition plus Ruf der Firma und darüber getexte Sixties-Songs schön und gut – trotzdem dürfte der Normalklamottenkonsument mit so einem Sümmchen irgendwie mehr vorhaben als zerschlissene Highclass-Stoffstückchen zu ordern. Das haben auch die Kollegen von VICE Style erkannt und folgendes durchlöchertes Army-Shirt für den sagenhaften Preis von vier Euro nachproduziert. Zu der wunderschön bebilderten Produktionsanleitung bitte hier entlang.

Wer jetzt schon mit Schere und Stift bereit steht und sich vor DIY-Fieber gar nicht mehr retten kann, darf sich gerne auch in meiner virtuellen Heimat namens sdbr Inspiritation holen. Für die Blogparade der lieben Frau Fashionpuppe haben mein Kollege und ich vor einem Jahr hier fleißig schnibbelnd, nähend und Chlorix-pinselnd demonstriert, dass man nicht etwa ‘unmoralisch’, sondern einfach nur ein bisschen bastelnd unterwegs sein muss, um balmainisch auszusehen.
Und, mal ehrlich, ‘Arm, aber sexy’ ist in diesem Zusammenhang ja auch echt mal ein Label, das man sich mit gutem Style-Gewissen aufpappen darf – oder?!


