The New Standards
Tun sie’s oder tun sie’s nicht? Über einen möglichen Image-Wechsel im Hause American Apparel wurde lange spekuliert und jetzt endlich ein Standpunkt gesetzt: Katja von bees and balloons entdeckte Anfang der Woche im Online-Shop die sogenannten “Classic cuts in unique, new fabrics”. Hinter diesem Titel verbergen sich für uns Ladies auf einmal züchtige Baumwoll-Blüschen, mädchenhafte Röcke und Streber-Hosen. Kein Zweifel: Künftig lautet der Leitsatz bei AA wohl High statt Trash Fashion. Klassische Cuts lösen die Knallbonbon-Klamotten ab – und zwar von “head to toe”.

Von der verrucht-gutmenschlichen Kombi aus abgefuckter Sexyness und sozialem Image, dass sich Label-Boss Dov Charney quasi in liebevoller Handarbeit über die Jahre hinweg aufgebaut hat, ist nicht mehr viel zu spüren. Der neue Look ist entspannter, die Teile zeitlos und vermutlich für die fashionorientierte Durchschnittsmasse auch tragbarer als eine „Faux Denim High-Waisted Leggings“ aus Polyester. Plötzlich scheint sich also eine Art “Back to the Roots”-Mentalität in der Design-Abteilung breit gemacht zu haben, denn wir erinnern uns: Unbedruckte Baumwoll-Basics in gefühlt tausend Farben, damit hat die Erfolgsgeschichte von AA damals ja überhaupt erst angefangen.
Weniger Hipster und mehr Eleganz – ich traue mich fast wetten, dass das den Kontostand des guten Dovs demnächst wieder rasant anwachsen lassen wird. Auch wenn er dafür künftig auf das ein oder andere pozeigende Werbemädchen verzichten muss.



[...] nicht allzu langer Zeit haben wir American Apparel unterstellt, langsam aber sicher auf die “Seriös ist das neue Sexy”-Schiene umzusatteln und das [...]
[...] sich daran nicht bald was ändert, wird Dov Charneys Unternehmen wohl mal gepflegt pleite gehen. Neues Konzept hin oder her. Insbesondere, weil die Konkurrenz bereits in den Startlöchern besteht: Das dänische [...]