Coming up: Runde Brillengläser
Gerade hatte ich mich an die zwei fensterscheibengroßen Glasplatten im Plastikgestell – besser bekannt als Wayfarer oder einfach nur Nerd-Brille – in den Gesichtern meiner modisch interessierten Mitmenschen gewöhnt – und siehe da, schon ist der Look wieder überholt. Denn spätestens seit den ersten Tagen der London Fashion Week ist klar, dass Brillengläser ab sofort wieder vor allem zwei Eigenschaften erfüllen müssen: Klein und rund! Ja, ihr habt richtig gehört: Die Nickelbrille ist wieder da.
Das Trend-Revival, das von mutigen Mode-Hipstern, Mary-Kate Olsen und Lady GaGa bereits im letzten Jahr angekündigt wurde, könnte in diesem Sommer also tatsächlich auch noch straßentauglich werden. Natürlich hätte es für das Nickelbrillen-Comeback auch keinen besseren Boden als die britische Modewoche geben können: Schließlich hat ein Herr aus Liverpool überhaupt erst dafür gesorgt, dass die Teile ihr Kassengestell-Image vorübergehend mit einem Rockstarstyle-Ruf tauschen durften. Dank dem wohl berühmtesten Beatle war das Teil seit den wilden 60ies und 70ies nur noch unter dem Prädikat ‘John-Lennon-Brille’ bekannt und so wäre eigentlich alles in bester Style-Ordnung – hätte eine weitere Britin nicht vor nicht allzu langer Zeit dafür gesorgt, dass die cool kids des 21. Jahrhundert anstelle einer Musiklegende wohl eher Harry Potter mit der Nickelbrille assozieren.
Das dürfte die Wayfarer-Anhänger erstmal freuen: Schließlich würde ihnen das leicht nerdig angehauchte Image somit auch bei einem Gestellwechsel erhalten bleiben. Für alle anderen und auch mich stellt sich dabei allerdings eher die berechtigte Frage: Was sieht denn jetzt eigentlich weniger bescheuert hat? Optikerweisheiten wie “Menschen mit herzförmigem Gesicht stehen runde Gläser, zu eckigen Gesichtern passen dicke Bügel und die mit der ovalen Form dürfen eigentlich alles tragen” sind auf einem Fashionblog ja sowas von fehl am Platz und auch mit der Lennonschen Rockstar-Aussage „Brillen sind schwul“ kann man in einem Artikel über die richtige Glasform nicht so wirklich viel anfangen. Hm.
Allen, die an den runden Gläsern Gefallen gefunden haben, sei jedenfalls gesagt, dass sie zumindest Vintage sind und man somit die perfekte Ausrede hat, wenn gnadenlose Nicht-Trendsetter einen böse lächelnd darauf aufmerksam machen, dass man da was Komisches im Gesicht trägt. Wer der neuen Form – genau wie ich – noch etwas argwöhnisch gegenübersteht, sollte einfach abwarten. Und darf sich die Zeit mit einem kleinen Inspirations-Abstecher in unserem Sonnenbrillen-Lager hier im Shop vertreiben.













Was entstehen kann wenn sich Mama, erfolgreiche Stylistin aus New York City und Tochter, 20 Jahre alt und Fashionvictim zusammentun sehen wir auf der neuen Styling Plattform “
Meine Vorbereitung auf die Bread&Butter lässt mich heute mal auf die Markenliste der Area 2 blicken, in der sich unter dem Topic “Street Fashion” lässig, zeitgemäße Urbanwear zeigt.



