Wie kombiniert man einen Body?
Ich weiß nicht, wer mit der ganzen Sache angefangen hat. Im Verdacht hatte ich Rihanna, erstmal, weil ihr Bühnen-Stylist in den letzten Jahren ein bisschen zu viele “80ies-Aerobic meets ‘Nieten und Leder’-Interessensgemeinschaft”-Videos geguckt hat. Dazu kamen alle Damen, die Rang, Namen und irgendeine Nummer in den Charts hatten – und schon war der Unten Ohne-Trend geboren.
body: gestuz / lederrock: gestuz / plissee rock: gestuz
Hosen tragen auf der Bühne? Sowas von raus. Aber nicht nur: Auch auf dem Red Carpet pfeifen unsere Glitzer-Ladies mittlerweile gerne mal auf die Robe. Allen voran Lady GaGa, die mit großer Sonnenbrille, überdimensionaler Schleife, Heels und Leder-Körperpelle zeigte, dass Beinfreiheit das neue Schwarz ist. Beyoncé hat den Body seit “Single Ladies” wahrscheinlich gar nicht mehr ausgezogen und Katy Perry designte im Rahmen der 2009er “Fashion Against Aids”-Kollektion exklusiv ein Exemplar, das wir uns in die heimischen Kleiderschränke hängen konnten.
Der Body ist der perfekte Kompromiss zwischen Badeanzug und Rollkragenpulli. Klar, dass wir das gute Stück auch nach der H&M-Aktion nicht mehr nur im Second Hand-Laden um die Ecke auftreiben. Seit Jahren schleichen sich die Dinger hier und da in die aktuellen Kollektionen – und damit natürlich auch auf die Straßen. Gossip Girl-Rotzgöre Taylor Momsen trägt dazu Strapse, wir Normalos dann wohl doch eher einen High Waist-Rock. Hier füllt der Body übrigens tatsächlich eine Marktlücke. Wo wir sonst gefühlte fünf Kilo Stoff unter den hohen Rock-Bund stopfen und bei der ersten Bewegung fluchend von vorne beginnen, sorgt eine Body-Bluse für die perfekte Passform. Und mal ehrlich: Mit dieser Kombi-Möglichkeit hat das Ding dann auch den Höhepunkt seiner Stil-Karriere erreicht. Zum Aerobic-Kurs gehe ich nämlich auch weiter in der schlabberigen Jogginghose irgendeines Ex-Freundes.











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