Wenn ich schlafen gehe, verlässt Bloggerin Katja ihr neues Büro in Williamsburg, Brooklyn. Feierabend. Sie hat es nicht weit. Der Stadtteil, in dem Hipster-Kultur geboren wurde, ist ihr Zuhause. Die blonde Berlinerin lebt das, was die Herrschaften Auswanderer im Privatfernsehen irgendwie nie so ganz auf die Reihe kriegen: Sie fühlt sich in der amerikanischen Metropole mindestens so heimisch wie an der Spree. New York ist ihr Hauptwohnsitz – seit mehreren Jahren.
Eine eigene Partyreihe, ein nagelneuer Supper Club und ein anspruchsvoller Job sorgen dafür, dass Katja eigentlich nie auf der Couch sitzt. Und trotzdem war es ihr Wohnzimmer, das ihr Leben mit einem Mal in die Modewelt der Kleinsten katapultiert hat.
Katja, es gab da diesen einen magischen Abend. Vor dir lagen ein bisschen Filz, ‘ne Schere und ein paar freie Stunden. War dir damals schon klar, was daraus werden sollte?
Wie? Was? Ich mache hier plötzlich Babysachen? Wie ist das denn passiert? Es stand auf jeden Fall nicht in meinem großen Lebensplan, Designerin für Babybekleidung zu werden. Alles begann mit 15 Stunden Wehen. Nicht meinen eigenen, sondern die meiner guten Freundin Jennah, der ich bei der Geburt ihrer Tochter beistand. Nach der ergreifendsten Nacht meines Lebens (und ich hatte schon gute Nächte!) war ich plötzlich Patentante. Ein Jahr später saß ich im Flieger nach London, wo eine andere wichtige Freundin hochschwanger auf mich wartete. Diese Geburt habe ich zwar nicht live miterlebt, doch auch dieses Baby wurde mein Patenkind.
Ich habe ziemlich schnell drei Dinge gemerkt: Die kleinen Windelhelden wachsen rasant schnell, machen sich ständig topdreckig und sind so sausüß, dass man ihnen ständig in die kleinen Patschehändchen beißen möchte. Ich wollte also Kleidung finden, die irgendwie mitwächst, superpraktisch ist und dabei in Sachen Niedlichkeit mit den kleinen Babys mithalten kann. Und als ich nichts gefunden habe, habe ich mir etwas ausgedacht, was meinen Ansprüchen gerecht wurde: » weiterlesen
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