Bread & Butter 2011: G-Star Raw

Lange Holztische, gedämpftes Licht: Wüsste man nicht, dass man sich gleich die Herbst/Winter-Kollektion 2011/12 von G-Star angucken wird, könnte man auch auf eine exklusive Lounge tippen. Man lehnt sich ein Stück zurück, aber nicht zur sehr, weil viel zu viel Spannung in der Luft liegt. Dann wird es dunkler und man hält kurz den Atem an, weil Agyness Deyns Erscheinung knallt. Dass sie selbst nicht modelt, sondern moderiert, macht gar nichts. Sie redet von einer „Slow Show“, die uns gleich erwartet, weil wir uns alle schon genug Abhetzen. Der angestrengte Bread & Butter-Besucher nickt (immerhin hat er einige Kilometer pro Tag abzulaufen) und atmet tief durch.

Bekannte Grungetöne eröffnen die Show, die Models laufen gediegen zum Sound, die langen Tische sind auf einmal der Laufsteg und erlauben, auf Details zu achten. Strümpfe über den hohen Boots, Hosenträger, schwarze Handschuhe, Fliegen: „Private Viewing“ wird hier bestens interpretiert. Die Ladies tragen locker geschnittene Jeans, gleichzeitig wird mit transparenten Hemden und Mantel-Tüll-Kombinationen klargestellt, dass elegant-feminin das neue Stylish ist. Lieblingsfarbtupfer? Dunkelrote Overknees, die perfekt mit dem charakteristischen Denim-Konzept harmonieren. Dass ein Hut ein ganzes Outfit pushen kann, wird hier genauso demonstriert wie bei den Gents. Klassisch-funktionale Outdoorklamotten treffen auf Jeanshemden, Sakko-Fliege-Jeans-Outfits folgen – und ja, auch die Denim-Latzhose hat ihren Weg auf den Laufsteg zurückgefunden.

Man überlegt gerade noch, aus welchem Material der ein oder andere Mantel sein könnte, als die Lichter wieder heller werden. Nächster Punkt: Noch ein bisschen bezaubert aufstehen – und sich freuen, dass eine gute Kollektion so angenehm präsentiert wurde. Weil eine “Slow Show” vermutlich die beste Idee für eine Modereizüberflutungsmesse ist. Dann blinzelt man ein-, zweimal und steht wieder draußen. Mitten auf dem Gelände. Stimmengewirr, Gedränge, Klamotten, so weit das Auge reicht. The Show must go on.
















Bread&Butter Tag 1: G-Star machte entgegen der vorherigen Messen nur noch eine Show pro Tag. Umso größer war der Andrang auf die heißbegehrten Tickets.Das Set-up der Show war beeindruckend. Die Bühne in einem Cirkus-ähnlichen Zelt war als Kreuz angeordnet, sodaß die schätzungsweise 500 Zuschauer besten Blick hatten. Ein Highlight neben Fashion & Show war auch die Liveband, die mit einem Mash-up aus Funk, Hip Hop & Soul kräftig einheizte. G-Star´s Show, bei der übrigens auch Germany´s Next Topmodel Sara Nuru mitlief, war mal wieder großes Kino.
StylesWeLike! ist eine Kategorie in unserem neuen Blog. Es geht um die “street styles” oder “street looks” die uns gefallen, inspirieren oder die wir auch einfach so ungewöhnlich finden, dass wir sie mit euch teilen möchten.
Im Rahmen der Bread&Butter, Mercedes Benz Fashion Week und Premium war der Terminkalender voll von Abendveranstaltungen. Was wir an der G-Star Party schätzen ist, dass diese direkt im Anschluss an den ersten Messetag am G-Star-Zelt stattfindet. Es findet kein großes Brimborium mit “sich zurecht machen”, Rotem Teppich, Limousinen-Service oder was weiß ich was statt. Einfach gemeinsam feiern und fertig. Die DJ´s von PRECINCT5 nehmen die Gäste mit auf eine Reise, sodaß für mehrere Stunden ausgelassen gefeiert wurde.
G-Star ist auf jeder Bread&Butter n Highlight. Die Show rockt und die Styles sind vorallem in den Denims weit vorne. Diesmal gab es ein Intro mit einem Klavierstück, so richtig romantisch. Dazu dann nen Dandy Look mit gemusterten Hemden und supertighten Blazern, mit teilweise hochgekrempelten Ärmeln. Das einzige Lockere war der tiefe Schritt bei den sonst sehr schmalen Jeans (style: tapered fit). Aber auch Bermudas waren ein Thema. Bei den Ladies gabs Shorts in Kombi mit hohen Stiefeln, die besagten Jeans, Petticoats, Kleider, gewachste Leggings. Nach dem Intro kam dann n harter Elektro-Rock und dazu die G-Star-typischen Raw und Worker-Looks.



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