Posts Tagged ‘lady gaga’

Apr 27

Wie kombiniert man einen Body?

Ich weiß nicht, wer mit der ganzen Sache angefangen hat. Im Verdacht hatte ich Rihanna, erstmal, weil ihr Bühnen-Stylist in den letzten Jahren ein bisschen zu viele “80ies-Aerobic meets ‘Nieten und Leder’-Interessensgemeinschaft”-Videos geguckt hat. Dazu kamen alle Damen, die Rang, Namen und irgendeine Nummer in den Charts hatten – und schon war der Unten Ohne-Trend geboren.

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body: gestuz / lederrock: gestuz / plissee rock: gestuz

Hosen tragen auf der Bühne? Sowas von raus. Aber nicht nur: Auch auf dem Red Carpet pfeifen unsere Glitzer-Ladies mittlerweile gerne mal auf die Robe. Allen voran Lady GaGa, die mit großer Sonnenbrille, überdimensionaler Schleife, Heels und Leder-Körperpelle zeigte, dass Beinfreiheit das neue Schwarz ist. Beyoncé hat den Body seit “Single Ladies” wahrscheinlich gar nicht mehr ausgezogen und Katy Perry designte im Rahmen der 2009er “Fashion Against Aids”-Kollektion exklusiv ein Exemplar, das wir uns in die heimischen Kleiderschränke hängen konnten.

Der Body ist der perfekte Kompromiss zwischen Badeanzug und Rollkragenpulli. Klar, dass wir das gute Stück auch nach der H&M-Aktion nicht mehr nur im Second Hand-Laden um die Ecke auftreiben. Seit Jahren schleichen sich die Dinger hier und da in die aktuellen Kollektionen – und damit natürlich auch auf die Straßen. Gossip Girl-Rotzgöre Taylor Momsen trägt dazu Strapse, wir Normalos dann wohl doch eher einen High Waist-Rock. Hier füllt der Body übrigens tatsächlich eine Marktlücke. Wo wir sonst gefühlte fünf Kilo Stoff unter den hohen Rock-Bund stopfen und bei der ersten Bewegung fluchend von vorne beginnen, sorgt eine Body-Bluse für die perfekte Passform. Und mal ehrlich: Mit dieser Kombi-Möglichkeit hat das Ding dann auch den Höhepunkt seiner Stil-Karriere erreicht. Zum Aerobic-Kurs gehe ich nämlich auch weiter in der schlabberigen Jogginghose irgendeines Ex-Freundes.

Feb 27

Lieblinge der Woche

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Hose: MINIMUM

Diese Hose ist ein berechnendes Miststück. Ladies unter 1,67 Meter wird sie mit Unförmigkeit quälen. Für den beneidenswert-gazellenbeinigen Rest ist sie das neue Lieblingsstück, weil sie allen Normalojeans ein entschiedenes “In Your Face!” entgegenschleudert. Wenn die Dänen unseres SHOP-Brands MINIMUM eins können, dann ist das, Standardteile neu und stylish zu erfinden. Das gute Stück hier ist der beste Beweis!

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Jacket: SUIT

Falls ihr den legendären Barney Stinson aus der noch legendäreren TV-Serie “How I Met Your Mother” nicht kennen – ach quatsch, natürlich wisst ihr, wer das ist. Sein Lebensmotto? Suit up! Und weil die Modeindustrie gerade genauso denkt, haben wir die perfekte Einstiegsdroge: Das SUIT-Jacket vereint stylishe Lässigkeit und schicke Anzugelemente. Must-Have!

Wer sorgt nochmal dafür, dass Lady GaGa aussieht, als würde man in ihrem Ankleidezimmer LSD auslegen? Das war doch dieser durchgeknallte … – richtig, Nicola Formichetti, seines Zeichens Stylist und neuerdings auch Kreativ-Chef bei Mugler. In der nächsten Woche wird er seine erste Kollektion vorstellen – und bei einem Titel wie “Anatomy Of Change” wäre es fast eine Überraschung, wenn Lady GaGa nicht in (Lebensmitteln, Blut oder) seltsamen Stoffen den Laufsteg stürmen würde.

Ihre Kollegin lässt es mit Klamotten von Gareth Pugh, Jean Paul Gaultier und House of Holland dagegen fast ruhig angehen: Nicki Minaj muss sich zur Zeit den “Lady GaGa der HipHop-Szene”-Stempel gefallen lassen – und wurde von Andrew MacPherson für ein Editorial im BlackBook Magazin abgelichtet. Das Gesamtwerk könnt ihr euch bei den Kollegen von FashionIndie angucken.

Blond, abgefreakt, Madonna-Model: Nein, wir reden hier nicht etwa von Taylor Momsen, sondern – trommelwirbel – von Kelly Osbourne. Der MTV-Ex-Fettklops zeigt in der neuen “Material Girl”-Kampagne, dass das mit der Werbegesicht-Zweitkarriere gar keine so schlechte Idee war …

Feb 14

Die Grammy Awards

Neben einer kleinen Eminem-Überdosis (10 Nominierungen! Was war denn da bitte los?) sollte die 53. Grammy-Verleihung vor allem die Nacht der Ladies werden: Ausnahmsweise sorgte aber nicht nur Lady GaGa, sondern auch noch eine Country-Band mit ganz ähnlichen Bandtitel für Furore. Lady Antebellum war in sechs Kategorien nominiert – genau wie unsere Miss “Born This Way”! Ebenfalls heiß diskutiert: Rihannas Auftritt, der äußerst unwahrscheinlich schien, weil sie mit einer fiesen Bronchitis und Kehlkopfentzündung flach lag.

Und es kam, wie es kommen musste: Lady GaGa glänzte auf der Bühne mit deutlichen Madonna-Anleihen – da konnten eine (echt angeschlagene und trotzdem tapfer trällernde) Rihanna, eine Katy Perry oder eine Christina Aguilera nicht wirklich mithalten. Die Gute wollte eigentlich ihren Super Bowl-Patzer wieder ausbügeln, stolperte dann aber ausgerechnet bei der Grammy-Eröffnungsperformance und rappelte sich erst im letzten Moment wieder auf.

Am Ende heimste Lady Antebellum einfach mal fünf Auszeichnungen ein und stahl Eminem (Bestes Rap-Album, bester Rap-Solokünstler) und dem Rest der Herrschaften damit ziemlich die Show. Katy Perry und Justin Bieber mussten sogar ganz ohne Trophäe den Heimweg antreten. Alle Gewinner findet ihr hier!

Feb 13

Lieblinge der Woche

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Shirt: A QUESTION OF

Das dänische Brand zeichnet sich durch die typischen skandinavischen Fashion-Eigenschaften aus: Dank der engen Kooperation von jungen Designern, Fotografen und Bloggern entstehen stylishe Schnitte und frische Designs. Extrapunkte gibt’s für die Verwendung von GOTS zertifizierter Biobaumwolle, aus der die Shirts unter fairen Arbeitsbedingungen in Tansania hergestellt werden.

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Cardigan: MINIMUM

Bisher haben wir euch in dieser Rubrik vor allem MINIMUM-Mädelssachen vorgestellt. Dass die Dänen das mit den Männerklamotten aber mindestens genauso gut drauf haben, zeigen sie mit diesem schicken Cardigan. Super angenehm zu tragen und easy zu kombinieren!

♥ Lady GaGa | Wie klingt sie denn jetzt?
An Lady Gaga kommt niemand vorbei. Wir erst recht nicht. Kurz vor ihrem Grammy-Auftritt heute abend wollen wir also allen, die noch nicht reingehört haben, die brandneue Single “Born This Way” ans Herz legen – königlich und in Farbe …

♥ News | Gemma Ward im Sunday Telegraph Magazine
Dass Heath Ledger im Januar 2008 tot in seinem Appartement aufgefunden wurde, schockierte Showbiz und Presse. Seine damalige Model-Freundin Gemma Ward zog sich daraufhin komplett aus der Öffentlichkeit zurück. Jetzt geht sie einen Schritt nach vorne – mit einer Story im australischen Sunday Telegraph Magazine …

♥ Valentinstag | Weekday verschenkte Tattoos
Blumen? Herzchen? Stofftiere? Möglich ist alles – solange es unter die Haut geht: Weekday umschifft die Kitsch-Falle und hat kurz vor dem Tag der Verliebten ein paar Tattoo-Künstler engagiert, die die Kunden in Berlin, Köln und Hamburg verschönern sollten.

♥ Trend | Gelbe Plateau-Ballerinas
Stephanie von Anywho hat sie, alle andere Modemädchen wollen sie: Die wunderbar frühlingsgelben Plateau-Treter von Won Hundred! Da deren Onlineshop aber im Moment geschlossen ist, hilft erstmal nur geduldiges Anschmachten

Feb 10

Lady GaGa: Wollen wir das noch?

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Wenn es eine Person gibt, die den Preis für die Präsenz der Woche verdient hat, dann ist das – klar – Lady GaGa. Da hätten wir zum Beispiel das Vogue-Cover. Und die Foto-Session mit Terry Richardson, der sie für die aktuelle Supreme Skateboards-Kampagne spärlich bekleidet (aber mit Mörder-Hooves!) vor die Linse gekriegt hat. Ganz nett, ja. Aber nichts, das nicht zum Popstar-Tagesgeschäft gehören würde. Der getwitterte nackte Arsch war auch noch okay. Dass wir jetzt auch noch das “Born This Way”-Single-Cover bewundern dürfen, reicht allerdings, um die Internetmenschen (mal wieder) in Ekstase zu versetzen: Man spekuliert über die interessanten Gesichtshörnchen und wundert sich über die wilde, antifuturistische Locken-Mähne.

Wie passend, dass Lady GaGa gerade erst im TV fallen ließ, wie sie ihre Lover im Bett anzusprechen haben. Der Promotion ihres brandneuen und dem überhaupt “größten Album des Jahrzehnts” schadet das sicher nicht. Besonders, weil die Stimmung zur Zeit sowieso eher in Richtung Abgesang tendiert. Drogen- und Kollaps-Gerüchte halten sich hartnäckig und überhaupt, man orientiert sich lieber an Kate Nash-Kollegin Adele, die in den deutschen Single- und Album-Charts die Eins besetzt – vor allem dank ihres “Mädchen von nebenan”-Charmes mit Mörderstimme. Ob Elton John GaGa mit John Lennon vergleicht oder nicht, scheint keine Rolle zu spielen. Dass die Deutschland-Veröffentlichung der letzten Single “Alejandro” beinahe schon sieben Monate zurückliegt, ist daran aber auch nicht ganz unschuldig.

Fleischkleider, Awards und sonstige Skandale sind spannend, auf Dauer wollen wir Madame aber dann doch da sehen, wo sie hingehört: Am Mikrofon. Nächste Chance? Am Sonntag, wo sie bei den Grammys zum ersten Mal mit “Born This Way” auftreten wird (und sich nebenbei Hoffnungen in sechs Kategorien machen darf). Veröffentlicht wird das gute Stück übrigens schon pünktlich zum Wochenende, weil Miss GaGa den Release einfach nicht mehr abwarten konnte. Irgendwie menschlich. Immerhin!

Bilder: Lady GaGa by Terry Richardson via ArtSchoolVets / “Born This Way”-Cover via GagaDaily

Feb 6

Lieblinge der Woche

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Shirt: MINIMUM

MINIMUM betrachtet sich selbst als Schnittstelle zwischen High Fashion und Denim-Streetstyle. Mit klaren Schnitten und trendigen Designs ist das dänische Brand immer am Puls der Zeit. Fashionistas sind verzaubert – zu Recht!

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Lederjacke: REVOLUTION

„Personal Style never goes out of Fashion“: Was mit stylishen Prints auf Male Shirts und Hoodies begann, ist heute ein etabliertes Streetwear-Brand. Zwischen den gewohnten Kollektionsstücken finden sich gerne auch mal Teile, die zur Grundausstattung jedes Kleiderschranks gehören – zum Beispiel diese schicke Lederjacke!

♥ News | Lady GaGas Vogue-Cover
Rosa Haare, lila Lippenstift: Unsere Lady zeigt sich auf dem Vogue-Cover gewohnt GaGahier könnt ihr einen ersten Blick darauf werfen!

♥ Congratulations | Kate Moss heiratet
Neben dem Knutsch-Cover mit Transgender-Model Lea T sorgte Model-Ikone Kate Moss vor allem mit einer Ankündigung für Furore: Sie heiratet! Und ihr Rockstar-Macker Jamie Hince hat sich für den Antrag ganz schön ins Zeug gelegt

♥ Trendfarbe | Weiß ist das neue Schwarz
Die H&M Conscious Collection macht’s vor: An Weiß scheint in den kommenden Monaten kein modebewusster Mensch vorbeizukommen

Sep 3

Cover: Lady GaGa und Marc Jacobs

fashionaire.de Lady GaGa Marc Jacobs V Magazine
“Sure, Rents Are Insane, There’s Nowhere to Party, Everyone Hates Everyone, The Subway’s A Nightmare, It’s Way Too Hot, It’s Way too Cold, The Knicks Suck, and Smokes Cost $13 a Pack. But the Big Apple is Still the Best Damn City in the Universe, And the Only Place Where You Can Be Anything You Want to Be When You Want to Be It.”

Wo jeder Traum wahrgemacht und nie geschlafen wird: New York ist eine der faszinierendsten Städte überhaupt und wenn ich könnte, würde ich mich sofort in den nächsten Flieger setzen und mich endlich mal mit eigenen Augen davon überzeugen. Bis Kontostand und Zeitplan sowas aber überhaupt mal zulassen, werde ich mich (leider) noch ein bisschen gedulden müssen – und glücklicherweise gibt es ja so nette Menschen wie die Macher des V Magazines, die mir mit ihrer neuen Ausgabe die Wartezeit ziemlich versüßen werden.

fashionaire.de Lady GaGa Marc Jacobs V Magazine
Auf dem Cover der “New York Issue” prangt nämlich keine Geringere als die selbsternannte “Liberty Lady” GaGa (an der die getragenen schwarzen Dessous ja beinahe schon schlicht wirken) gleich neben dem ziemlich schnieke verpackten Marc Jacobs. Abgelichtet wurde die Szene von Mario Testino und somit ist der Glitzerstatus der Ausgabe wohl kaum zu übertreffen …

[ via Fashion Indie ]

Jun 27

Lady GaGa in Buchform

Dass Lady GaGa in den Charts, Schlagzeilen und Paparazzi-Datenbanken dieser Welt eine Dauerkarte gebucht hat, bringt uns ja schon lange nicht mehr enthusiastisch zum Tippen. Dass sie jetzt aber auch noch anpeilt, die Bestseller-Listen zu übernehmen, sollte dagegen schon mal näher beleuchtet werden. Vor allem, wenn es dabei vorwiegend um die endlose Flut an Stoffstückchen und Accessoires geht, die die Gute in den letzten Jährchen angehäuft hat.

NEW YORK - DECEMBER 12:  Singer Lady GaGa poses in the press room during Z100's Jingle Ball at Madison Square Garden on December 12, 2008 in New York City.  (Photo by Bryan Bedder/Getty Images)

“Critical Mass Fashion” heißt das mit 120 Hochglanz-Bildchen aufgepimpte Werk, in dem sich die Rolling Stone-Autorin Lizzy Goodman unter anderem detailliert mit der Garderobe von Frau GaGa auseinandersetzen wird. Eine Mischung aus Styleguide, Biographie und hochphilosophischen Worten soll es sein – und, was soll ich sagen, etwas anders hätten wir irgendwie auch nicht erwartet.

Obwohl ich schon sagen muss, dass mir der Style unseres durchgeknallten Fame Monsters zu “Just Dance”-Zeiten – also mit Pony und Blitzchen – fast noch am besten gefallen hat. Ein paar optische Highlights aus dem Clip mit Beyoncé zu “Video Phone” dürfen an dieser Stelle natürlich auch nicht unter den Tisch fallen, aber ansonsten … hm. Gibt es irgendwelche GaGa-Lieblingslooks, die sich bei euch für immer in die Netzhäute eingebrannt haben? Oder haltet ihr die Dame sowieso nur für die perfekte Verkörperung des Phänomens Augenkrebs?

Jun 12

Unten Ohne

It’s gettin hot in here, so take off all your clothes: Während wir bei mörderischer Luftfeuchtigkeit und unbarmherzigen Temperaturen im Büro zerfließen, hat Miley Cyrus schon eine etwas angenehmere Dienstkleidung.

ARGANDA DEL REY, SPAIN - JUNE 06: Singer Miley Cyrus performs on stage during Rock in Rio Madrid Festival on June 6, 2010 in Arganda del Rey, Spain. (Photo by Carlos Alvarez/Getty Images)

Mrz 29

Der Celebrity-Fashion-Guide

Macht sie’s nun oder macht sie’s nicht? Nachdem in dieser Woche bekannt wurde, dass Lindsay Lohan angeblich exklusiv für Christian Audigiers Label “Ed Hardy” designen soll, rollte eine fies-hämische Wortwelle über die Gossip-Seiten von LA bis Langenargen. “Gleich und gleich gesellt sich gerne” war noch einer der nettesten Kommentare zu ihrem Vorhaben – das mittlerweile übrigens von Lindsay höchstpersönlich via Twitter dementiert wurde.

Sie stellte klar, dass die ihr angedichtete Taschen-Kollektion absoluter Humbug sei und sie sich ausschließlich auf ihre eigene Leggings-Linie “6126″ konzentrieren wolle.

fashionaire.de Madonna Lady GaGa Sonnenbrillen D&G
Zwei ihrer Kolleginnen scheinen es dagegen ernst mit dem Modezirkus zu meinen: Gerüchten zufolge überlegt Lady GaGa, ihr kreatives Händchen an das ein oder andere exklusive Modell von Linda Farrow zu legen. Das Londoner Label zeigte sich schon in der Vergangenheit experimentierfreudig: Wenn sich die Nachricht bewahrheiten sollte, würde Lady GaGa in die Fußstapfen von illustren Kooperationspartnern wie The Row, Alexander Wang, Dries Van Noten und Róisín Murphy treten.

Madonnas Deal mit D&G ist da schon etwas konkreter. Insgesamt soll das Mutterschiff des Pop sechs Luxusmodelle designen, die für einen stolzen Batzen Geld zu haben sein (248-289 Dollar) und unter dem Branding “MD&G” verkauft werden sollen. Doch Madonna wären natürlich nicht Madonna, wenn sie nicht auch beim Thema Fashion ihre Multitasking-Fähigkeit unter Beweis stellen würde: Zusammen mit ihrer dreizehnjährigen Tochter Lourdes Ciccone hat sie einen Schwung Teenager-Klamotten designt.

Die Kollektion hört passenderweise auf den Namen “Material Girl” und steht bereits in den Startlöchern: Ab August werden die schnieken Teil in ca. 200 Filialen der US-Kaufhauskette Macy’s und per Online-Bestellung zu haben sein. Mit Preisen zwischen 12 und 40 Dollar liegen die Stücke aus dem Hause Ciccone übrigens in einem erstaunlich entspannten Rahmen.

fashionaire.de Amy Winehouse Fred Perry Kollektion Label Klamotten
Den Kooperations-Jackpot räumt aber ganz klar Amy Winehouse ab. Erstmal freuen wir uns natürlich wie die Schnitzel darüber, dass es von der Lady neben karibisch-angesäuselten und einfach nur peinlichen auch endlich mal wieder produktive Neuigkeiten gibt und die haben es echt in sich: Die insgesamt siebzehnteilige “Amy Winehouse for Fred Perry”-Kollektion ist quasi unter Dach und Fach und wird ab Oktober in allen Fred Perry Authentic-Stores sowie über ausgewählte Händler international verkauft.

Erste Gerüchte über die Kooperation der Soul-Lady und des Londoner Sportswear-Labels gab’s bereits vor einem Jahr und da Miss Winehouse selbst bekennender Fan der britischen Teile ist, freut sie sich selbst am meisten über die gelungene Zusammenarbeit: “Wir arbeiten schon eine ganze Weile daran und es toll, dabei zuzusehen, wie das Ganze endlich in die Tat umgesetzt wird.”

Wie man ja dank der Skizze oben schon erahnen kann, werden die Kleidchen, Polos und Caprihosen zusammen mit den Taschen und Gürteln sofort als typische Perry-Teile zu erkennen zu sein, auf die Portion Amys-Dress-Crazyness sind wir daher noch gespannt. Wer jetzt schon hin und weg und bereits fieberhaft am Kalkulieren ist: Keine Panik. Die Preise, die sich zwischen 24 und 110 Euro bewegen, werden euren Kontostand im Herbst nicht ganz so schlimm abmagern lassen.

fashionaire.de Liam Gallagher Pretty Green Design Fashion Label Klamotten
Doch nicht nur die prominenten Ladies greifen fleißig zum Kollektions-Skizzenblock, auch Ex-”Oasis”-Sänger Liam Gallagher möchte die Damenwelt demnächst mit schöneren Anziehsachen glücklich machen. Sein eigenes Label “Pretty Green”, dass aus der Not heraus geboren wurde, weil Liam einfach keine ansprechenden Klamotten mehr in der großen weiten Shopping-Welt gefunden hat (hätte er doch nur mal bei uns vorbeigeschaut =), läuft ja bestens – und nachdem die Zukunft mit Oasis aufgrund eines Riesenkrachs mit Bruder und (Ex-)Frontmann Noel in den Sternen steht, scheint er sein zweites schickes Standbein weiter ausbauen zu wollen:

“Die Frauen fragen mich ständig, ob ich nicht auch mal eine Linie für sie auf den Markt bringe und die Antwort lautet – ja! Das machen wir, sobald wir die ganzen Männerklamotten losgeworden sind.”

Und weil Liam keine halben Sachen macht, wird es zu den “Pretty Green”-Klamotten auch bald einen Schwung Accessoires geben. Geplant sind Gürtel, Taschen und Geldbeutel und demnächst will der Herr auch noch expandieren. Auf der Liste stehen New York, Japan und Europa. Na dann mal viel Glück!

[ Bilder via fashioncopious.com, textilwirtschaft.de und prettygreen.com ]

Mrz 15

Die Looks aus “Telephone”

Internet killed the video star? Von wegen. Die furiose zweite Kollabo-Single von Lady GaGa und Beyoncé schaffte das, was in Zeiten des Schnuffel-Hasen und der Pre-Pre-Pre-Previews eigentlich so last season ist: Man fieberte doch tatsächlich mal wieder auf eine Musikvideo-Premiere hin.

Stückchenweise Fotos als Appetizer und das getwitterte Beileid von Lady GaGa höchstpersönlich an ihr Vorgänger-Video „Bad Romance“, das ja schon toll sei, aber “Telephone” übertreffe einfach alles, waren wohl nicht ganz unschuldig daran.

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Und letztendlich war schon allein die Tatsache, dass Jonas Åckerlund – sozusagen der Tarantino unter den Clip-Regisseuren – für das Storyboard verantwortlich war, Zucker auf meinen von Klingelton-Werbung strapazierten Öhrchen. Was man dem Herrn und seiner Crew schon im Vorfeld zu Gute halten musste: Tatsächlich tauchte das Video bis zur Premiere Ende letzter Woche nicht einmal komplett im Netz auf. Das müssen ihnen die Herrschaften Hollywood erstmal nachmachen.

Einen Blick auf das neuneinhalb Minuten lange Meisterwerk haben wir mittlerweile wahrscheinlich alle schon mal riskiert und die wichtigste Frage, die es danach zu klären gilt, ist ja wohl eindeutig: Woher bekommen die Diven im Doppelpack eigentlich diese unglaublichen Outfits? Wir haben die Antwort …

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Die absolut überragende Lederjacke stammt aus dem Hause Search & Destroy. Und trendige Fashionistas dürfen jetzt schon mal auf die zu Lockenwicklern umfunktionierten Coladosen zurückgereifen: Die scheinen offensichtlich das nächste große Ding zu werden …

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Auch Frau GaGas Lieblingsdesigner durfte Hand anlegen: Dieses komplett irre Outfit mitsamt Vintage-Hut hat kein Geringerer als Thierry Mugler entworfen.

Der Herr hört auf den schmeichelhaften Beinamen “créateur de choc” und ist für die meisten Bühnenoutfits von Beyoncé verantwortlich. Als die noch eine Zahnspange trug, werkelte Mugler schon an den Kostümen für George Michaels Video “Too Funky”. Im Moment konzentriert er sich neben der Superstar-Klamottenberatung aber vor allem auf’s Fotografieren.

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Sternchen und Streifen: Für Lady GaGas Louboutin-Boots würde wohl die halbe Frauenwelt töten, ob es uns bei Beyoncés Patriotenklamotte von Oscar Olima ähnlich geht, wage ich jetzt einfach mal zu bezweifeln.

Frau GaGas Stars’n'Stripes-Bedeckung wurde von ihrem hauseigenen Kreativteam namens Haus of GaGa entworfen. Dahinter verbergen sich handverlesene wie blutjunge Grafikdesigner, Sounddesigner, Setdesigner, die ihre Brötchen damit verdienen, zusammen mit der Lady die Richtung ihres Stils plus Farbpalette zu entwickeln.

Kleines Schmutz-Detail am Rande: Auch die Location, in der die beiden hier die Hüften schwingen, hat eine heiße Vergangheit – das verlassene Diner war bereits Schauplatz von zwei Schwulenpornos!

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Mein absoluter Favorit: Beyoncés Jäckchen von Jean-Charles de Castelbajac. Ich kann nicht mehr dazu sagen als … Zucker! Einfach nur Zucker!

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Zum Schluss präsentieren uns die Ladies noch ein kleines Tänzchen vor dem Pussy-Wagon in etwas, dass einer Burka plus Cowboy-Hut verdächtig ähnlich sieht. Verantwortlich für diesen Look: Emilie Pirlot …

Noch viel mehr Details und alle Outfits könnt ihr auf dem Blog von GaGas Stylespion Nummer Eins namens Nicola Formichetti nachlesen.

Mrz 6

Coming up: Runde Brillengläser

Gerade hatte ich mich an die zwei fensterscheibengroßen Glasplatten im Plastikgestell – besser bekannt als Wayfarer oder einfach nur Nerd-Brille – in den Gesichtern meiner modisch interessierten Mitmenschen gewöhnt – und siehe da, schon ist der Look wieder überholt. Denn spätestens seit den ersten Tagen der London Fashion Week ist klar, dass Brillengläser ab sofort wieder vor allem zwei Eigenschaften erfüllen müssen: Klein und rund! Ja, ihr habt richtig gehört: Die Nickelbrille ist wieder da.

Das Trend-Revival, das von mutigen Mode-Hipstern, Mary-Kate Olsen und Lady GaGa bereits im letzten Jahr angekündigt wurde, könnte in diesem Sommer also tatsächlich auch noch straßentauglich werden. Natürlich hätte es für das Nickelbrillen-Comeback auch keinen besseren Boden als die britische Modewoche geben können: Schließlich hat ein Herr aus Liverpool überhaupt erst dafür gesorgt, dass die Teile ihr Kassengestell-Image vorübergehend mit einem Rockstarstyle-Ruf tauschen durften. Dank dem wohl berühmtesten Beatle war das Teil seit den wilden 60ies und 70ies nur noch unter dem Prädikat ‘John-Lennon-Brille’ bekannt und so wäre eigentlich alles in bester Style-Ordnung – hätte eine weitere Britin nicht vor nicht allzu langer Zeit dafür gesorgt, dass die cool kids des 21. Jahrhundert anstelle einer Musiklegende wohl eher Harry Potter mit der Nickelbrille assozieren.

Das dürfte die Wayfarer-Anhänger erstmal freuen: Schließlich würde ihnen das leicht nerdig angehauchte Image somit auch bei einem Gestellwechsel erhalten bleiben. Für alle anderen und auch mich stellt sich dabei allerdings eher die berechtigte Frage: Was sieht denn jetzt eigentlich weniger bescheuert hat? Optikerweisheiten wie “Menschen mit herzförmigem Gesicht stehen runde Gläser, zu eckigen Gesichtern passen dicke Bügel und die mit der ovalen Form dürfen eigentlich alles tragen” sind auf einem Fashionblog ja sowas von fehl am Platz und auch mit der Lennonschen Rockstar-Aussage „Brillen sind schwul“ kann man in einem Artikel über die richtige Glasform nicht so wirklich viel anfangen. Hm.

Allen, die an den runden Gläsern Gefallen gefunden haben, sei jedenfalls gesagt, dass sie zumindest Vintage sind und man somit die perfekte Ausrede hat, wenn gnadenlose Nicht-Trendsetter einen böse lächelnd darauf aufmerksam machen, dass man da was Komisches im Gesicht trägt. Wer der neuen Form – genau wie ich – noch etwas argwöhnisch gegenübersteht, sollte einfach abwarten. Und darf sich die Zeit mit einem kleinen Inspirations-Abstecher in unserem Sonnenbrillen-Lager hier im Shop vertreiben.

Feb 16

Dessous-Disaster

Die wohl heißeste Collabo-Nummer, die der chartige Kosmos im Moment zu bieten hat, hört auf den Namen “Video Phone” und lebt vor allem davon, dass sich Beyoncé und Lady GaGa im dazugehörigen Clip in knappen Klamotten räkeln. Dass ihnen ausgerechnet ein Münchener Unterwäsche-Hersteller dazwischen funkt, haben die beiden Pop-Diven wohl so nicht erwartet.

Doch seit gestern ist es offiziell: Das Landgericht München hat die Ausstrahlung des “Video Phone”-Clips in Deutschland endgültig untersagt. Schuld daran ist eine von Beyoncé spazieren getragene Unterwäsche-Kombi, die im Video zu sehen ist und den Entwürfen eines Nachwuchs-Designers aus dem Hause Triumph zum Verwechseln ähnlich sieht.

Beyoncé vs. TriumphFoto via Triumph

Iskren Lozanov studierte in Bulgarien und hat mit es seiner Kreation “Day and Night” beim “Triumph Inspiration Award” 2009 erst unter die Top 28 und dann in die italienische Ausgabe der Vogue geschafft – Grund genug für den Wäschehersteller Triumph, beim Anblick der durchaus identisch anmutenden “Video Phone”-Dessous stutzig zu werden. Im Dezember wurde deswegen bereits eine einstweilige Verfügung gegen den Rechteinhaber und Musikkonzern Sony Music erwirkt, die jetzt vor Gericht bestätigt wurde. Neben dem Video-Verbot soll außerdem eine finanzielle Entschädigung fällig werden.

Sony-Anwalt Holger Gauss konnte zwar eine gewisse Ähnlichkeit der Entwürfe nicht abstreiten, seiner Meinung nach weiche allerdings “der Slip zum Beispiel komplett ab”. Der Vorsitzende Richter legte jedoch vor allem auf den “Gesamteindruck” Wert und so musste der Musikkonzern wohl oder übel den Kürzeren ziehen.

Martin Diesbach, der Triumph in der Verhandlung vertrat, zeigte sich trotz seines Erfolgs eher verärgert: “Beyoncé ist nicht auf uns zugekommen. Das Wort ‘Arroganz’ ist eine Untertreibung.” Nachdem eine außergerichtliche Einigung im Vorfeld geplatzt war, standen sich beide Parteien deutlich frostig gegenüber. Triumph hätte angeblich auf eine Klage verzichtet, wenn sich Beyoncé im Gegenzug beim nächsten Unterwäsche-Wettwerb als Jurorin verpflichtet hätte. Das wiederum schien der Lady selbst aber weniger zuzusagen.

Das Urteil ist also gefallen, das letzte Wort zum Thema “Video Phone” aber natürlich noch nicht gesprochen: Die Vertreter von Sony haben bereits angekündigt, vor der nächsten Instanz, dem Oberlandesgericht, Widerspruch einzulegen.